Schulgemeinschaft der GS Kocherstetten feiert ein tolles Fest mit Groß und Klein

Jede Menge Musik, Spiel und Spaß, gute Laune und noch viel mehr gab's beim Schulfest, das am Samstag, 2. Juli 2022 bei bestem Wetter auf dem neu gestalteten Schulhof mit einem flotten, witzigen und abwechslungsreichen Programm um Viertel nach 10 eröffnet wurde.

Dass alle ganze zwei Jahre darauf warten mussten, war eine Tatsache, für die keiner der Anwesenden etwas konnte. Schon im Sommer 2020 hätte der Abschluss der gelungenen Schulhofneugestaltung in schöner Nachbarschaft zum neuen Kindergarten gefeiert werden sollen, doch die Pandemie ließ es nicht zu.

Umso freudiger strömten alle kleinen und großen Festteilnehmer auf den schattigen und von den Eltern mit Festgarnituren, Blumen, Sonnenschirmen und Verpflegungsstationen perfekt vorbereiteten Schulhof. Wohin man auch schaute, blickte man in erwartungsvolle, fröhliche und entspannte Gesichter. 
Im Handumdrehen hatten alle, die sitzen wollten, ein schattiges Plätzchen gefunden, während die Kleinsten sich lieber am coolen Kletterelement unterm ausladenden Ahornbaum in der Mitte des Schulhofes tummelten. Eigentlich hätte es um 10 Uhr losgehen können,  ...  wenn da nicht noch ein kleines Problem zu lösen gewesen wäre. Drei Schulkinder waren kurzfristig krank geworden und ihre Rollen beim Willkommensprogramm mussten umbesetzt werden. Alle Schulkinder, gut erkennbar durch nagelneue limefarbene (neon-gelb-grüne) T-Shirts mit buntem Schullogodruck auf dem Rücken, berieten sich  im Anbau der Schule mit ihren Lehrerinnen Tina Stehling und Christiane Württemberger (beide als Tandem verantwortlich für das  Programm) und fanden bald eine praktikable Lösung. 

Durch ein kurzes rhythmisches Klatschen signalisierte man dem in munteren Gesprächen befindlichen Publikum, dass es nun losgehen konnte, und zwar mit dem allseits bekannten Song "Lollipop", der übrigens schon 1958 für das US-amerikanische Gesangsquartett 'The Chordettes' geschrieben und auch 64 Jahre danach prompt erkannt wurde. Die lange Treppe des neuen Kindergartenbaus erwies sich als ideale Bühne für die raumfordernde Choreografie wie auch für das nachfolgende Programm.

Klasse, wie alle Schulkinder, auch die sonst eher weniger tanzbegeisterten Jungs (oder hat sich das inzwischen geändert?), den Song rhythmisch sicher, mit passenden Gesten, dem berühmten Plop und lockeren Seitwärtsschritten zur Musik aus dem Verstärker performten. Begeisterter Applaus war den Grundschüler*innen Musik in den Ohren und Ansporn zugleich, denn das bunte Programm sollte sich über eine gute Stunde erstrecken. Da waren höchste Konzentration und volles Engagement stets gefragt, und die Kinder haben ihr Bestes gegeben!

Im folgenden Lied von Rolf Zuckowski "Uns're Schule hat keine Segel" wurde der Zusammenhalt der gesamten Schulgemeinschaft gut intoniert besungen, von Christiane Württemberger mit der Gitarre begleitet und von Tina Stehling dirigiert. Einfach toll war es auch, wie die Kinder überzeugt und überzeugend die Passage im Refrain "Unsre Schule hat keinen Anker, doch sie steht und rührt sich nicht vom Fleck" mit energischem 'Auftreten' unterstrichen haben! Das Publikum war da ganz ihrer Meinung und sparte nicht mit Beifall.   

Nun ergriff Käpt'n, oops Rektor Steffen Gahm das Mikrofon. Er wandte sich in einer kurzen Ansprache vorrangig an die Kinder, die in den vergangenen Jahren mit Homeschooling und etlichen Beschränkungen viel aushalten mussten. Deshalb sollte es ein Fest vor allem für die Kinder sein. Ein Dankeschön sagte er auch den Eltern, die sich plötzlich in einer neuen Rolle befanden, als kein Präsenzunterricht möglich war. 

Und schon ging die Show weiter, mit einer bunten Abfolge von ZEHN ! wirklich witzigen Sketchen, dem Lied vom Lesemillionär (geschrieben von dem Kinderbuchautor Armin Pongs) und zwei mehrteiligen Theaterstücken, alles total sicher und mit viel Freude von den Akteur*innen dargeboten. Mehr davon ist auf den Abbildungen zu sehen und kommentiert oder kann auch hier  angesehen und gehört werden.

Mit dem eigens vom Kollegium umgedichteten Song "Ein Hoch auf UNS" von Andreas Bourani wurde dem tollen, kurzweiligen Programm die Krone aufgesetzt - und das Publikum war beeindruckt und sicher auch gerührt, so wie es Rektor Gahm schon bei der Generalprobe war, wie er lächelnd erzählte.

Nach einem von Herzen kommenden, wohl verdienten Applaus gab Rektor Steffen Gahm noch einen Überblick über den weiteren Verlauf des Festes, bedankte sich bei allen Beteiligten: den Kindern, den drei Kolleginnen, den Eltern, dem Elternbeirat und dem Förderverein der Grundschule für den super Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes. Nochmals betonte er, dass es ein Fest in erster Linie für die Kinder sei, nach allem, was sie, bedingt durch die Pandemie durchmachen mussten. Er kündigte noch eine Überraschung an, die später vorm Schulhofzugang einrollen sollte...

Aber erstmal wurde die Spielstraße eröffnet, das Spielmobil des Evangelischen Jugendwerks wartete  auf dem Kindergartenspielplatz mit einem reichhaltigen Spielangebot auf, und auf dem Schulhof gab es Getränke und  Stärkung mit Roter Wurst, Käsekrainern, Bratwurstschnecken, Bratwürsten und Steaks vom Grill. 

Die angekündigte Überraschung ließ auch nicht lange auf sich warten: ein großer Eiswagen mit köstlichem, sogar mehrfach prämiertem "Hohenloher Landeis" fuhr vor und zog Kleine wie Große fast magnetisch an. Es bildeten sich ziemlich lange Schlangen, was aber für niemanden ein Problem war: man übte sich einmal mehr in Geduld und unterhielt sich mit den anderen Wartenden, bis man dran war. Insgesamt wurden nahezu 500 Kugeln Eis verteilt.

Die Idee zum Eiswagen kam von Marion Hollmann, der Vorsitzenden des Fördervereins, die sich mit besonderem Engagement bei der Festvorbereitung einbrachte und vor allem Essen, Getränke und das Eis im Vorfeld organisiert hat.

Ebenso begeistert wurden die Spielstationen angenommen. Sie befanden sich im alten Schulhaus (Baujahr 1893), in den beiden Klassenräumen im Anbau (von 1952), im ehemaligen Gemeindebaderaum (!!) , der heute für die Kernzeitbetreuung verwendet wird und  auf dem neuen Spielplatz des Kindergartens. Dort war es auch möglich, einfach mal auf einem schattigen Plätzchen zu chillen... oder sich schaukeln zu lassen.

Die Spielstraße wurde von Lehrerin Carolin Weiß, den Eltern, den Kindern von Klasse 3/4 sowie von älteren Geschwistern, also ehemaligen Grundschüler*innen betreut, die sichtlich gerne mal wieder Grundschulluft schnuppern wollten.

Nach dem Durchlaufen der Spielstationen, auch dazu mehr bei den Abbildungen, konnten die teilnehmenden Kinder sich eine kleine Belohnung als bleibende Erinnerung an ein sehr gelungenes Fest aussuchen, zum Beispiel ein Schlüsselband mit Schullogoaufdruck, einen USB-Stick oder ein Jo-Jo. 

Die beiden Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz hatten glücklicherweise nichts zu tun, außer dem interessanten Programm und dem weiteren, durchweg harmonischen Verlauf des Schulfestes zu folgen; und da die Welt, besonders im Hohenlohischen bekanntlich klein ist, trafen sie einige Bekannte, mit denen es sich trefflich plaudern ließ.

Auf die Frage "Was hat dir bei dem Schulfest am besten gefallen?" antwortete Carolin (aus Klasse 3/4): "Am besten waren die Show, die Schicht und das Eis". Lea (Klasse 1/2) indes fand die Süßigkeitenschleuder am besten, aber auch die Vorführungen haben ihr sehr gut gefallen, wobei da der Witz mit dem Fund einer etwas ungewöhnlichen Badekappe für Zwillinge ihr Favorit war. Sehr diplomatisch antwortete Andrej (Klasse 3/4), ihm habe einfach ALLES gefallen, und dabei blieb er auch nach umformulierter Fragestellung.

'Recht hat er', dachte ich mir und interviewte im Anschluss den sehr entspannt und zufrieden wirkenden Schulleiter Steffen Gahm, weil ich doch wissen wollte, wie er das alles so super organisiert hatte. "Wir sind im Kollegium nur 4 und haben das Ganze auf verschiedene Schultern aufgeteilt, so dass jeder seinen Bereich stemmen konnte", so seine Antwort, und gemeinsam mit dem Elternbeirat und dem Förderverein habe er die Spielstraße, das Essen, die Getränke und das Eis organisiert.

Gegen 14:30Uhr machten sich Eltern und weitere kleine und große Helfer ans Abbauen, was wiederum schön zu beobachten war, weil einfach alles Hand in Hand ging und jeder wie selbstverständlich mithalf. Kommentar einer Mutter (und ehemaligen Schülerin der Verfasserin): "Es ist ein Geben und Nehmen". Stimmt, und dem ist nichts hinzuzufügen!

Angelika Di Girolamo
(von Herbst 1980 bis August 2016 Lehrerin, ab 1988 Rektorin an dieser Grundschule)

Viele Bilder zu unserem Schulfestfinden Sie hier: meine-Stimme.de

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